Service Newsletter Aktuelles

  • Aktuelle Informationen für Architekten & Ingenieure:
  • Berufshaftpflichtversicherung
  • Objektversicherung: Mehrprämie für höhere Baukosten?
  • Haftung bei Ausscheiden eines Partners


UNIT-Newsletter 1-2/21 (Auszüge)

Objektversicherung: Mehrprämie für höhere Baukosten - vertraglich abrechenbar?

Wenn in Projekten die Baukosten steigen, müssen Architekten und Ingenieure unter Umständen Beiträge zur Objektversicherung nachzahlen. Das sollte beim Abschluss von Planerverträgen und der Kalkulation von Honorarangeboten berücksichtigt werden, empfiehlt Rechtsanwalt Ulrich Eix, Mitglied im UNIT-JUR.-Netzwerk. Im Normalfall fehlen nämlich in Architekten- und Ingenieurverträgen Regelungen dazu, dass nachträgliche Versicherungskosten an den Auftraggeber weiterberechnet werden können. Eix empfiehlt, entsprechende Umlageklauseln mit Auftraggebern zu vereinbaren. Das Problem dürfte durch die neue HOAI an Bedeutung gewinnen. Da die Honorartafeln nicht mehr verbindlich sind, werden Auftraggeber zukünftig wohl vermehrt von vornherein Pauschalhonorare vereinbaren wollen. Dann ist eine „Finanzierung“ gestiegener Versicherungskosten über höhere Honorare durch den Zuwachs von anrechenbaren Kosten bis zur Kostenberechnung normalerweise ausgeschlossen und wäre ohne Vertragsregelung nur über klassisches „Nachtragsmanagement“ möglich.

Neu: Kollektive Berufsunfähigkeitsversicherung für Unternehmen ab 2 Mitarbeitenden

Mit einer betrieblichen Einkommenssicherung können Arbeitgeber sich und ihre Belegschaft gegen die finanziellen Folgen von Berufsunfähigkeit und Tod absichern und so ihr Vorteilsprogramm für Mitarbeiter sinnvoll ergänzen. Nun haben auch kleinere Unternehmen ab zwei Mitarbeitenden diese innovative Möglichkeit. Die Höhe der BU-Rente und der Todesfalldeckung richtet sich dabei nach dem jeweiligen Bruttojahresgehalt und ist damit für alle Mitarbeiter bedarfsgerecht und gleichermaßen attraktiv. Eine individuelle Gesundheitsprüfung entfällt für Unternehmen ab zehn Mitarbeitern, bei kleineren Büros genügt eine einfache Erklärung des Arbeitgebers. Die Unternehmensführung kann sich zu den gleichen Konditionen wie die Belegschaft im Rahmen eines zusätzlichen Individualvertrags ebenfalls absichern. Zudem sind Gesundheitstelefon und -lotsen sowie Assistance-Leistungen inbegriffen, die Unterstützung bei Prävention und Wiedereingliederung von Mitarbeitern nach längerer Arbeits- oder Berufsunfähigkeit bieten.

Neues Versicherungssteuergesetz weitet Steuerpflicht für Personenversicherungen aus

Die Reform des Versicherungssteuergesetzes ist am 10. Dezember in Kraft getreten. Während die im Gesetz vorgesehene Pflicht zur elektronischen Steueranmeldung vor allem die Anbieter von Personenversicherungen betrifft und die neuen Regelungen zur Risikobelegenheit nur Unternehmen mit Betriebsstätten in Ländern außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums, so ist die erstmalige Einschränkung der Steuerbefreiung für bestimmte Personenversicherungen für alle relevant. Ab dem 1. Januar 2022 abgeschlossene Kranken- und Pflegeversicherungen sowie Erwerbsunfähigkeits- und Berufsunfähigkeitsversicherungen sind nur noch dann von der 19-prozentigen Versicherungssteuer befreit, wenn die Versicherungsleistung entweder an die sogenannte „Risikoperson“ selbst oder aber an einen nahen Angehörigen der Risikoperson zu erbringen ist. Für Gruppenversicherungen, z.B. Auslands(reise)-Krankenversicherungen, kommt es zukünftig auf die Vertragsgestaltung an, ob diese der Versicherungssteuerpflicht unterliegen oder weiterhin steuerbefreit bleiben.

„Planungsleistungen und Honorare mit BIM“

Dipl.-Ing. Thomas Bahnert, Dr.-Ing. Dietmar Heinrich und Professor Dipl.-Ing. Reinhold Johrendt von der Arbeitsgemeinschaft BIM und Honorar (ABH) haben ein Buch mit Vorschlägen zur Honorierung von BIM-Leistungen veröffentlicht, über die wir bereits im Newsletter 1-2/19 berichtet haben. Die Autoren empfehlen eine an den anrechenbaren Kosten orientierte Pauschalvergütung (Ergänzungshonorar) für den Mehraufwand, der sich aus den in den Regelleistungen enthaltenen „Besonderen Leistungen“ (Ergänzungsleistungen) aus der Bearbeitung mit BIM ergibt. Die Höhe soll der Differenz zwischen Tafelwert HZ III (durchschnittliche Planungsanforderungen) und Tafelwert HZ IV (hohe Planungsanforderungen) entsprechen, wobei die Honorartafeln samt deren Interpolation der jeweiligen Leistungsbilder zu Anwendung kommen. Der Kohlhammer Verlag hat uns drei Exemplare zur Verfügung gestellt, die wir unter interessierten Abonnenten  Lesern verlost haben (ISBN 978-3-17-038041-7). Exklusiv für UNIT-Kunden stellt Autor Dr. Heinrich seine Vorschläge in einem kostenfreien Online-Seminar am 9.3.2021 vor.

Haftung bei Ausscheiden eines Partners aus einer Partnerschaft

Verträge werden mit der Partnerschaft, nicht mit den Partnern selbst geschlossen. Haftungsschuldner ist per se die Partnerschaft mit ihrem Vermögen. Im Falle des Ausscheidens eines Partners erstreckt sich dessen Haftung gegenüber gutgläubigen Dritten auf alle Verbindlichkeiten, die bis zu seiner Löschung im Partnerschaftsregister entstehen und diese ist auf fünf Jahre begrenzt. Scheidet nun ein Partner aus einer aus mehreren Partnern bestehenden Partnerschaft durch Kündigung, Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das private Vermögen, den Verlust der Berufszulassung oder Tod aus, wird die Partnerschaft mit den übrigen Partnern fortgesetzt („aus vier mach drei“). Der Gesellschaftsanteil des ausgeschiedenen Partners wächst den übrigen Gesellschaftern an. Der Ausscheidende kann für frühere Verbindlichkeiten in den nächsten fünf Jahren haftbar gemacht werden. Doch wie gestaltet es sich, wenn der vorletzte Partner die Partnerschaft verlässt und nur noch ein Partner übrigbleibt („aus zwei mach eins“)? Die Partnerschaftsgesellschaft erlischt. Das Gesellschaftsvermögen wächst dem einzig verbliebenen Partner an. Der Ausscheidende haftet entsprechend den Grundsätzen der Nachhaftung für fünf Jahre. Ob der zuletzt verbleibende Partner im Falle einer Partnerschaft mit beschränkter Berufshaftung die bisherige Haftungsbeschränkung möglicherweise weiter beanspruchen kann, ist in der Fachliteratur umstritten. Als Lösung bietet sich gemäß UNIT-JUR.-Netzwerk-Mitglied Werner Häussler daher an, das Büro im Rechtskleid einer GmbH fortzuführen oder durch gesonderte Vereinbarungen mit Gläubigern das Haftungsrisiko zu begrenzen. Für Fragen zu Gestaltungsoptionen steht Ihnen der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater der Spitzweg Partnerschaft mbB gern zur Verfügung, sein Partner Franz Ostermayer bietet auch 2021 wieder VBI-Seminare zu Haftungsbeschränkung und Rechtsformwahl an.

Homeoffice: schützt die gesetzliche Unfallversicherung?

Uns erreichen Anfragen nach dem Schutz der Gesetzlichen Unfallversicherung im Homeoffice. Die Abgrenzung ist schwierig: steht der Unfall im Zusammenhang zur beruflichen Tätigkeit oder ist er bei „eigenwirtschaftlicher Tätigkeit“ oder in der Freizeit passiert? Während der Sturz auf der Treppe dann noch als versichert gelten dürfte, wenn der Gang dem Überprüfen der Internetverbindung im anderen Geschoss diente, könnte er nicht versichert sein, wenn ein privates Paket an der Tür entgegengenommen werden sollte. Größere Sicherheit bietet hier eine Gruppenunfallversicherung für alle Mitarbeiter, die schützt rund um die Uhr und weltweit.

Covid-19-Pandemie: aktuelle Informationen für Kunden

Auswirkungen auf Bau- und Planungsverträge, Arbeitsrecht, Versicherungen etc.

Aon bloggt...about Risk & People

Aktuelle Beiträge zu Versicherungsthemen, die Unternehmen aller Branchen betreffen

UNITA-Brief 11-12/2020

Berufshaftpflichtversicherung: Baugrundgutachten nicht vorhanden? Deutliche Bedenkenanzeige, sonst droht Haftung ++ Regress gegen andere Gesamtschuldner: Verjährung zum Jahresende hemmen ++ Neue HOAI ab 1.1.2021: Informationsangebote von VBI und UNIT ++ BKA: Zahl der Cyber-Straftaten um 15 Prozent gestiegen - Hacker nutzen Corona-Krise ++ Betriebsrentenstärkungsgesetz: ab 1.1.2022 Pflicht-Arbeitgeberzuschuss auch für Altverträge ++ Investitionsförderung für KMU wird verbessert ++Digitalisierte Planer benötigen digitalisierte Dienstleister – UNIT-Kundenportal startet!

UNITA-Brief 9-10/2020

Unversicherte Risiken bei Übernahme originärer Bauherrenaufgaben ++ BIM & Berufshaftpflichtversicherung: Bedingungen erweitert für „BIM-Manager“ ++ EuGH kippt Datenschutzabkommen mit USA: rechtliche Risiken für Unternehmen ++ Grundrente ab 1.1.2021 – Gesetz bringt auch Neuerungen für betriebliche Altersversorgung ++ D&O: Krise und gesetzliche Verschärfungen der Managerhaftpflicht verteuern Versicherung

UNITA-Brief 7-8/2020

Corona-Pandemie & Arbeitsschutz auf der Baustelle: Aufgaben des SiGeKo ++ Wirkung des EuGH-Urteils zur HOAI für private Vertragsparteien? – Neue Webinarreihe ++ Reduzierter Umsatzsteuersatz 2020: Verwaltungsaufwand in der Baubranche steigt ++ Bürgschaft statt Sicherheitseinbehalt – über UNIT ohne Beeinträchtigung der Kreditlinie ++ Generalplaner bewerten das Haftungsrisiko ihrer Tätigkeit als hoch ++ Covid-19 & Datenschutz: Verarbeitung von personenbezogenen Daten durch Arbeitgeber

UNITA-Brief 5-6/20: Schwerpunktthema Corona-Pandemie - Auswirkungen auf Verträge, Versicherung

Covid-19: Aktuelle Informationen zu Risiken und Versicherungsschutz ++ Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Bau- und Planungsverträge ++ Corona-Krise: Hinweise zur Berufshaftpflichtversicherung ++ Heimarbeitsplätze: UNIT erweitert Versicherungsschutz Schließung von Büros führt zu Gefahrerhöhungen – Hinweise zum Versicherungsschutz

UNITA-Brief 0-2020 Coronavirus-Sonderausgabe 13. März

Terminverschiebungen UNIT-/VBI-Veranstaltungen, Schutz vor Infektion, Schutz des Geschäftsbetriebes, Rechtliche Hinweise für Planungsbüros

UNITA-Brief 3-4/20

Brexit: Auswirkungen auf den Versicherungsschutz bei Projekten mit UK-Bezug? ++ Citrix-Sicherheitslücke: Cyberrisk-Versicherung hat Nagelprobe bestanden ++ Haftungsrisiko: Rückforderung von EU-Fördermitteln wegen Vergabefehlern in LPh 6/7 ++ AU-Tage konstant hoch - Facharztservice sorgt für schnellere Diagnose ++ 20 Jahre UNITALLRISK-Police: Verbesserungen in allen 5 Sparten


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